Grünlandbewirtschaftung –
Futtergewinnung für unsere Tiere

Bild Grünlandbewirtschaftung

Auf unseren Grünlandflächen produzieren wir unser für den Winter benötigtes Heu und Silage komplett selbst. Dadurch gewährleisten wir höchste Futterqualität zum Wohle unserer Tiere. Dabei legen wir Wert auf eine schonende Wiesenpflege. Je nach Standort und Feuchtigkeitsbedingungen entscheiden wir individuell, ob eine Heugewinnung oder seine Silierung sinnvoller ist. Grünlandflächen, die keine ausschließliche Mahd erlauben, werden von unseren Tieren beweidet. Durch die sinnvolle Kombination einer regelmäßigen Mahd mit kontrollierter Beweidung wird der Artenreichtum der Grünflächen gefördert und langfristig ein guter Zustand der Grünfläche erreicht.

Grünlandbewirtschaftung

Ackerbau

Ackerbau

Ackerbau - ein wertvoller Bestandteil unseres Nährstoffkreislaufs

Im Zuge unserer ganzheitlichen Betriebsentwicklung hat sich der Ackerbau als sinnvolle Ergänzung zur Tierhaltung und Grünlandbewirtschaftung herauskristallisiert. Die regelmäßig anfallende Menge an Mist aus der Tierhaltung stellte uns vor die Herausforderung, diesen wertvollen Dünger bestmöglich und nachhaltig zu nutzen. Da eine ausschließliche Ausbringung auf Grünland- und Weideflächen zu einer geringeren Futterakzeptanz und einem erhöhten Parasitendruck führen kann, entschieden wir uns für den Einstieg in den Getreideanbau. Durch die direkte Einarbeitung des Mistes in den Ackerboden können wir das organische Material in unseren Kreislauf zurückführen und damit die Bodenfruchtbarkeit auf natürliche Weise steigern. Zudem kann durch den eigenen Anbau von Weizen, Roggen, Gerste und Hafer der Bedarf an Stroh als Wintereinstreu gedeckt werden. Lange Transportwege werden vermieden und es wird eine weitgehende Unabhängigkeit von anderen Betrieben erreicht. Das geerntete Getreide bieten wir zum Verkauf an und nutzen einen Teil selbst zur Tierfütterung. Mit diesem ganzheitlichen Betriebskonzept werden Tierhaltung, Ackerbau und Grünlandbewirtschaftung optimal verknüpft und Nährstoffkreisläufe geschlossen. Unsere Ressourcen können optimal genutzt und die Qualität unserer Erzeugnisse gesichert werden.

Unkraut ist nicht immer der Feind – vor allem auf einem Biofeld!

Für viele ist „Unkraut“ ein Synonym für „unerwünscht“. Doch im ökologischen Landbau kann die eingeschränkte Unkrautbekämpfung durch den Verzicht auf breitwirksame Herbizide auch positive Effekte haben:

Förderung der Biodiversität
Unkraut bietet Lebensraum für Insekten, darunter Bestäuber wie Bienen oder Nützlinge wie Marienkäfer.
Mehr Artenvielfalt auf dem Acker bedeutet oft weniger Schädlingsdruck.

Verbesserung der Bodenstruktur und nachhaltige Nährstoffnutzung
Regelmäßiges Hacken, Striegeln und Fräsen fördert die Bodenlockerung, belebt das Bodenleben und verhindert oberflächliche Verdichtung.
Die Wurzeln von Wildpflanzen lockern den Boden und verbessern seine Belüftung.
Tiefwurzelnde Arten holen Nährstoffe aus tieferen Bodenschichten die sonst verloren gingen – davon profitiert auch die Kulturpflanze.

Schutz vor Erosion und Austrocknung
Eine gewisse Unkrautbedeckung schützt den Boden vor direkter Sonneneinstrahlung und starkem Regen.
Dadurch bleibt mehr Feuchtigkeit erhalten und das Bodenleben bleibt aktiv.

Natürliche Konkurrenz macht Pflanzen robuster
Wenn Kulturpflanzen sich mit Unkraut behaupten müssen, entwickeln sie teils kräftigere Wurzeln und werden widerstandsfähiger.
Dieser „milde Stress“, bringt Pflanzen dazu, ihr Wachstum zu optimieren.

Indikator für Bodenqualität
Bestimmte Unkräuter zeigen an, welche Nährstoffe im Boden fehlen oder im Überfluss vorhanden sind.
Dadurch können Fruchtfolgestrategien besser angepasst werden.

Natürlich kann zu viel Unkraut die Ernte mindern. Aber in Maßen und mit einem gut durchdachten Management ist es ein Verbündeter, nicht ein Gegner. Mit dieser Herangehensweise schaffen wir ein stabiles Ökosystem, das langfristig fruchtbare Böden, gesunde Pflanzen und eine abwechslungsreiche Fauna vereint.

Unkraut auf dem Biofeld Disteln auf dem Biofeld

Ihre Chance: Verpachten Sie uns Ihre Flächen

In einer Zeit, in der landwirtschaftliche Großbetriebe immer mehr Flächen bündeln, steht die Frage im Raum: Wem vertrauen wir unseren Boden an?
Wir glauben: Die Antwort liegt im ökologischen Landbau – denn Bio bedeutet weit mehr als nur Verzicht auf Chemie.

Erhalt einer vielfältigen Agrarstruktur
Während konventionelle Großbetriebe oft auf Masse setzen, achten wir als Biobetrieb auf Fruchtfolge, Bodenschonung und langfristige Bodenfruchtbarkeit.
Eine Verpachtung an einen kleineren, nachhaltig wirtschaftenden Betrieb fördert regionale Vielfalt, schützt vor Agrarmonopolen und erhält familiengeführte Landwirtschaft als Teil unserer Kulturlandschaft.

Grundwasserschutz durch ökologische Bewirtschaftung
Besonders bei Nutzung eines eigenen Brunnens zählt: Was auf dem Feld ausgebracht wird, landet am Ende im Boden – und damit potenziell im Wasser.
Wir verzichten auf synthetische Dünger und Pestizide, die das Grundwasser belasten können.
Stattdessen sorgen natürliche Prozesse und humusaufbauende Maßnahmen für gesunde Böden – und sauberes Wasser.

Nachhaltigkeit statt Wachstum um jeden Preis
Jeder Quadratmeter zählt. Wer große Betriebe noch größer macht, fördert oft intensive Bewirtschaftung und verliert den Blick für ökologische Zusammenhänge.
Wir wirtschaften mit Maß, im Rhythmus der Natur und mit Rücksicht auf kommende Generationen.

Biofeld Drohnenbild Landschaft Drohnenbild

Unsere Bitte: Wenn Sie darüber nachdenken, Ihre Flächen zu verpachten – entscheiden Sie sich nicht für mehr vom Gleichen, sondern für ein Stück Zukunft. Gemeinsam können wir zeigen, dass Landwirtschaft auch anders geht: nachhaltig, gerecht und im Einklang mit der Natur.

Gerne erzählen wir Ihnen mehr über unsere Philosophie und die Möglichkeiten einer individuellen Zusammenarbeit – sprechen Sie uns einfach an!